Rohren (Erstbeleg: 1521 / 22 als vpt Royren)

Chronik / Geschichte von Rohren

Im Volksmund der umliegenden Dörfer heissen die Rohrener auch "Beuele" (Bremsen)

Aus www.wikipedia.de : Rohren ist ein östlicher Stadtteil von Monschau im Kreis Aachen mit 753 Einwohnern (Stand: 24. Mai 2007). Verwaltungstechnisch gehört zum Stadtteil Rohren auch die kleine Ortschaft Widdau mit 53 Einwohnern.

Der Name Rohren weist auf die Entstehung aus einer Rodung hin. Ursprünglich lebten hier Waldbauern, die unter anderem Holzgefäße (sog. "Schottele") herstellten, die zum Absetzen von Rahm genutzt wurden.

In Rohren ist das Sommer- und Wintersportzentrum Monschaus angesiedelt. Bei ausreichend Schnee erschließen im Winter Lifte einen Steilhang, der zur Rur abfällt, als kleines Skigebiet. Von Anfang April bis Ende Oktober ist eine 751 m lange Sommerbobbahn aus Edelstahl in Betrieb.

Verein für Heimatgeschichte Rohren e.V.
Musikverein "Lyra" Rohren (1911)
Bergwacht Rohren 1927 e.V.
Schützenbruderschaft Cornelius e.V. Rohren (1958)
Kirchenchor St, Cecilia Rohren.

Das Wort Rohren kommt von Rodung oder ?? von Rucht = Rur (1750)

1521
Rohren (Royren) wird erstmals erwähnt.

1640
Bau einer kleinen Kapelle in Rohren, die 1700 zu einer größeren Kirche erweitert wurde (Wiederaufbau ab 1945).

1826
In Rohren gab es 75 Häuser von 1826 bis 1945, die dokumnetiert sind im Ur-Gebäude-Kataster von Rohren- UNterlagen igen in Aachen im Katasteramt.

31.12.1971

Der Kreis Monschau, die Ämter Imgenbroich und Kalterherberg werden aufgelöst; die bisherigen Gemeinden Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Konzen, Monschau, Mützenich und Rohren verlieren ihre Selbständigkeit.

01.01.1972
Kommunale Neugliederung (Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Konzen, Monschau -Altstadt-, Mützenich und Rohren bilden die neue Stadt Monschau).

1815
Nach der französischen Besetzung 1894-1814 fiel aufgrund des Wiener Kongresses Westfalen und die Rheniprovinz an die Preussen. Diese behielten wohl die fast "1000-jährige Verwaltung" des Monschauer Landes bei. Der Regierungsbezirk Aachen wurde in 12 Landkreise aufgeteilt. Vermutlich wurde wohl auch die alte Aufteilung der Gemeinden / Bürgermeistereien beibehalten. Der Landkreis Montjoie bestand 1816 aus 12 Bürgermeistereien, z.B.: Dedenborn (mit Hechelscheid, Rauchenaul, Seifenaul, Woffelsbach); Eicherscheid (mit Hammer); Höfen (mit Heidgen, Rohren); Imgenbroich (mit Conzen, Eschweid, Menzerath, Mützenich, Widdau).

1903
-1904
Lourdes Grotte. Sie liegt ca. 500 m entfernt, leicht abwärts von der "Gaststube zur Grotte". Es ist eine größere, aus Natursteinen künstliche erbaute Grotte mit einigen Figuren innen. Insbesondere einer von Maria. Es hängen dort eine Reihe von Tafeln seit ca. 1982 mit der Aufschrift "Danke". Sie wurde ca. 1915 von Rohrener Bürgern in Handarbeit erbaut.
Informationen zur Pflege: Günter und . Cremer 02472-2752. Auf einer Tafel in der Grotte stet alles genau beschrieben.

09.09.2005 Unser Ausflug nach Rohren

18.09.2005 Unser Ausflug nach Rohren:

1988
Bernd Drevermann, zuständige Förster von Monschau, legte 1988 den Natur- Lehrpfad und Wanderweg rund um Rohren an. Da zu Holz auch die Holzverarbeitung gehört, kam ihm später die Idee, an diesem Pfad auch eine alte Sägemühle 1995 hier zu bauen.
18.09.2005 Unser Spaziergang auf dem Natur- Lehrpfad und Wanderweg rund um Rohren in ca. 2 Stunden
40 Hinweistafeln für einheimische Bäume und Sträucher. Tafeln zu: Beziehungen zwischen Wald- Luft- Boden- Klima- Wasser. Bergulme am Ehrenmal (ca. 800 Jahre). Emissionsschäden. Kriegsschäden. Wald , Wild, Wildschäden. Bienenlehrstand. Vogelschutzstation.


1995
Historisches Sägewerk mit Senkrechtgatter im Kluckbachtal
Öffnungszeiten: Nur sonntags ab 14.00 Uhr oder nach Vereinbarung. Im Winter nicht geöffnet. Pro Jahr kommen ca. angemeldete 70 Vereine, Schulen oder andere Gesellschaften zu Besuch.
Führungen: Bernd Drevermann. Heckweg 14. 52156 Monschau. Tel. 02472-735. Fremdenverkehrsamt der Stadt Monschau: 02472-80480.
Seit 05.06.1993 geht der Naturlehrpfad von der Stadt Monschau in die Trägerschaft des Sportvereins "Bergwacht" Rohren 1927 e.V. über. www.bergwacht-rohren-saegemuehle.de
Es war ein wunderschöner sonniger Herbsttag, der uns zum Eifelwandern einlud. Von Widdau, dem Nachbarort von Hammer, aus (oder auch von Rohren) gibt es Holzschilder zur Sägemühle: 2,5 km Fussweg ca. 30 Minunten durch wunderschöne Wiesen und Mischwaldteile der Eifel. Parrallel zur Rur im Rurtal auf halber Höhe. Nach ca. 2 km kommt man zu einem gekennzeichneten Aussichtspunkt "Perd´s Ley" mit Weitblick über das Rurtal und auf die ca. 80 m tiefere Rur.
Nach ein paar hundert Meter passiert man das untere Ende der Sommer-Rodelbahn, um schliesslich nach ca.800 m das Sägewerk zu sehen. Es sieht zunächst aus wie eine größere, alte Bretterbude mit schwärzlichen Brettern an einem Bachlauf. Aussen ist ein Schaufelrad
(Erbauer nach alten Plänen ist Bruno Schreiber aus Höfen), welches das Sägewerk antreibt und auch einen Strom-Generator antreibt. Über dem Eingang hängt ein informatives, schönes Holzbrett mit all den Namen, die beim Bau mitgeholfen hatten. Wir hatten das grosse Glück (wir kannten die Öffnungszeiten nicht) den sehr munteren und humorvollen Heinrich Sorgies (geb. 1926) anzutreffen. Als wenn wir die ersten Touristen wären erzählte er von alten Zeiten. Und dazu gehörte die Info, dass er nun genau seit 10 Jahren (Sept. 1995) die sonntägliche Betreuung der Sägemühle übernommen hat. Obwohl es draussen sonnig war, herrschte innen nur eine Temperatur von + 10 C, aber das macht einem echten Eifeler wohl nichts aus, denn mit einem Bollerofen innen hätte er leicht die Temperatur erhöhen können. Unmittelbar vor ihm standen ein Reihe Schnapsfläschen. Mir war zunächst unklar, ob diese ihm und den ankommenden Gästen zum "Aufheizen" dienten, denn ein Gast trank eine Flasche Bier. Beim Ausgang entdeckte Patricia dann den Hinweis, dass man sich ein Schnäppchen / Bier kaufen kann. Eine nette Idee ! Bald trudelte Rudi Hilgers ein, der als "Erbauer" tituliert wurde. Richtig ist, dass er die Technik installiert hat. Und auch Bernd Drevermann kam dazu. Er ist der zuständige Förster von Monschau, der 1988 den Natur- Lehrpfad und Wanderweg rund um Rohren anregte und angelegt hat. Da zu Holz auch die Holzverarbeitung gehört, kam ihm später die Idee, an diesem Pfad auch eine alte Sägemühle 1995 hier zu bauen. Das alte senkrecht arbeitende Gatter holte er aus Österreich.

Nun sassen die drei Eifeler hier ruhig beieinander und sprachen mit uns. Es dauerte nicht lange und schon lief das Sägewerk für uns. Ein Brett wurde von einem Stamm von ca. 40 cm Durchmesser abgesägt: RitscheRatsche RitscheRatsche....wie in Urzeiten. Ehrlicherweise sagte man uns, dass der Antrieb momentan allerdings von einem 380 Volt-Motor kam. Das Schaufelrad musste gerade wohl ´mal ausruhen..! Es war ein wirklich schönes Erlebnis, mit genau diesen drei noch lebenden EIFEL-Männern die Sägemühle besichtigen zu dürfen. Und wir sind allen dankbar für ihre Ideen und ihren Einsatz !

Der Waldpavillion "Zur Kluck" steht neben dem historischen Sägewerk. Er dient als Schutzhütte und Rastplatz.

Holzkohlen-Meiler
Eine weitere Sehenswürdigkeit gleich neben der historischen Sägemühle ist ein Holzmeiler. Normalerweise wurden erst im Herbst / Winter das Buchenholz geschlagen, aufgetürmt und zu Holzkohle verarbeitet. Aber man hat zu Anschauzwecken den Holzmeiler aufgetürmt. Pfingstdienstag wird der Holzmeiler angesteckt. Und wenn nach 5-tägiger Beobachtung und Bearbeitung des Holzkohlen-Meilers die Holzkohle fertig ist, gibt es Pfingstsamstag das Meiler-Fest.


1996
Gaststube zur Grotte.
Borngasse 80. 52156 Monschau-Rohren. Tel. 02472-1820. zurgrotte@web.de. Website gibt es nicht. Tägl. 11.00-21.00 Uhr. Dienstags (fein !) Ruhetag ! ). Irgendwo in halber Höhe fanden wir ein Restaurant mit Parkplatz im Grünen. Grosse Wiese. Weiter schöner Blick. Sauber, mit schönen Möbeln ( Nachbau von Orginalsessel der Burg Eltz a.d. Mosel). Suppe. Vorspeisen. Salate. Wildgerichte. Hauptgerichte. Brotgerichte. Dessert. Moderate Preise.
Die Chefin, Frau Gertrude "Traudchen" Förster, bedient und kocht meist selber.
Leider gab es nur einen Tisch fast ohne Schatten draussen. Frau Förster dazu: Ich habe gegen mehr Tische draussen protestiert: Wir haben 1996 ganz klein angefangen und am 09.09.2005   72 Sitze. Der Musiker Rainer Förster arbeitet wohl im Hintergrund mit.

06.08.2004
Dank Dr. Bruno Lauscher für Infos und Überreichung seins signierten Buches über Rohren.

25.06.2007
Mein zweiter Besuch bei Dr. Bruno Lauscher (79) in Rohren. Er hat für Rohren jetzt einen Archivraum eingerichtet inden er Di von 19.00 - 21.00 Uhr anwesend sein wird. Bezüglich Hammer gab er mir Informationen hinsichtlich seiner Familie Lauscher, die kurzzeitig in Hammer gelebt hat. Sonst gibt es keine Angaben über Hammer in seinem Archiv über Rohren.


Literatur:
Buch: 1521 Royren. Rohren 2001. Geschichte und Geschichten. Herausgeber: Verein für Heimatgeschichte Rohren e.V. 178 S. Hardcover. Redaktion: Dr. Bruno Lauscher.

01.01.2006 Zur Entstehung dieser Detailseite:
Bei der Beschäftigung mit der "Geschichte von Hammer" kam ich (Bernd Tesch) seit Ende 2005 nicht wesentlich weiter. Daraufhin kam ich auf die Idee, zum besseren Verständnis der Vorgänge hier, die Chroniken der Nachbarorte im Rurtal und der näheren Umgebung nachzulesen. Zu meinem ganz grossen Erstaunen fand ich, dass im Internet zwar "fast" jedes Dorf hier eine website-Adresse hat, diese aber vorwiegend NUR zu gewerblichen / touristischen Zwecken genutzt wird. Bei einigen wesbites gibt es einige wenige Sätze zu der Geschichte, aber auch nirgendwo eine tiefergehende / komplette Seite. Bei den meisten dieser websites aber gibt es nicht einmal diese wenigen Sätze.
Meine Versuche, die "Fachleute der Geschichte des Ortes" in den einzelnen Dörfern zu finden, wurden immer aufwendiger. Aber führten oft zu interessanten Gesprächen. Leider aber auch zu den Ergebnissen, dass in so gut wie keinem Ort die "Geschichte von Beginn bis Heute" aktuell aufgeschrieben ist. Weder in einem Aufsatz noch im Internet. In wenigen Büchern gibt es Teilbeiträge bis zum Erscheinungsjahr des Buches.
Es gibt also noch viel zu tun ! Ich freue mich über jeden Beitrag und Baustein. Wesentliche Beiträge werden selbstverständlich mit Namen versehen.

Dank an:
23.07.2007 Steffen Heinz für wikipedia-Text-Hinweis

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Detailseite der website: http://www.hammer-eifel.de von
Copyright: Bernd Tesch

Letzte Bearbeitung durch B.T.: 23.07.2007