Reichenstein
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06.04.2010 Letzte Bearbeitung durch Bernd T.



Gut Reichenstein liegt in Europa > Deutschland > NRWestfalen > Eifel. ca. 30 km südlich von Aachen, ca. 5 km westlich von Monschau unweit der belgischen Grenze, tief im Rurtal. A 44 (Jülich - Liège), Abfahrt Aachen-Lichtenbusch, Richtung Monschau, in Monschau-Konzen rechts nach Mützenich. In Mützenich rechts Richtung Belgien/ Eupen. Ortsausgang Mützenich links ab Richtung Kalterherberg/ Reichenstein, Reichensteiner Straße. Im Tal links zum Gut Reichenstein.

www.kloster-reichenstein.de ab 2010


Geschichte von Reichenstein.
Chronik von Reichenstein (ab 1131-37 erwähnt)


1131 (35 ?) -37
Der Herzog Walram Paganus von Limburg (1119-1139) schenkt die "Burg Richwinstinne" dem Prämonstratenser-Orden.
Diesw wandeln es in ein KLoster um.

1250
Das vom Prämonstratenser-Orden dort gegründete Kloster war bis 1250 Doppelkloster. Dann verließen die Chorherren das Kloster aber und gingen zu ihren Mitbrüdern nach Kloster Steinfeld.


1487
Burg-Kloster Reichenstein blieb Prämonstratenserinnen-Kloster bis 1487.
In
1487 verließen die letzten Chorfrauen Reichenstein, Kanoniker aus Steinfeld besetzten wieder Reichenstein.

1543
Zerstörung von Reichenstein im Geldrischen Erbfolgekrieg durch Truppen Karls V.

1639-1686
Von 1639 bis 1686 war Stephan Horrichem Prior des Klosters Reichenstein, der heute noch als "Apostel des Venns"
verehrt wird.

1687
Wiederaufbau des mächtigen Prioratsgebäudes in seiner heutigen äußeren Form.


1693
Kirche in Kloster Reichenstein wieder gebaut (Aufschrift dort)

1802
Auflösung als Praemonstratenserkloster durch die Franzosen im Monschauer Land. "Alles, was Königen, Herrschaften und der Kirche" gehörte wurde 1802 versteigert. So wurden die Ländereien und die ehemaligen Klostergebäude zu einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gemacht. Die ehemalige Klosterkirche wurde Schafstall, später Käsefabrik, dann bis 1971 Heustall.

1894
Seitenflügelanbau (Aufschrift dort)

1971
Die Gebäude mit Kirche
kaufen die Eheleute Helmar und Dr. Ernst Handschumacher und renovieren es in den Jahren danach die Gebäude und die Klosterkirche. Seitdem heißt es "Gut Reichenstein".

1972
Zum Aufbau wohl im ganz alten Stil der "Klosterkirche des Pämonstratenklosters Reichstein 1135-1802" gibt es seit 1972 einen "Verein der Freunde und Förderer der ehemaligen Klosterkirche Reichstein / Eifel e.V." dem jeder beitreten kann. 1971 war die Kirche verfallen und ein Heustall, heute ist sie einigermassen schön renoviert. Die Renovierung wird durch Fotos demonstriert. Nicht ganz klar wird, ob der Aufbau im ganz alten Stil gemacht werden soll. Man kann im Inneren noch erkennen, dass es Bögen gegeben hat.
www.praemonstratenser.de_Reichenstein

2006.05.20
Verkauf von Gut Reichenstein. Die beiden Aachener Zeitungen melden auf der ersten Seite, dass das nahe frühere Prämonstratenser-Kloster Gut Reichenstein "wieder ein richtiges Kloster (wird). 25 Benediktiner aus Frankreich wollen künftig auf Reichenstein leben und arbeiten."

2006

Die ehemalige Klosterkirche wird für Gottesdienste, Hochzeiten und gelegentliche kulturelle Veranstaltungen - Vorträge, Konzerte etc. - genutzt.
Die alte Stundenglocke des Klosters läutet wieder zu den Stunden über dem Rurtal.

2006.06.18
Eifelrundfahrt Hammer > Mützenich > Gut Reichenstein > Kalterherberg
   von
Patricia Govers-Tesch und Bernd Tesch. Eine Rundfahrt durch die Eifel lohnt sich immer. Besonders, wenn das bewölkte, sommerliche Wetter dazu einlädt und es Sonntag ist. Bei "Gut Reichenstein" kann man schön "Spazierengehen, sich bewegen, etwas für die Gesundheit tun" ! Also, hinein in meinen Uraltpassat (335.000 km).
Unmittebar vor dem Viadukt vor "Gut Reichenstein" liegt direkt an der Strasse, verborgen hinter einer Hecke, ein uraltes Steingebäude. Im Frühjahr haben wir dort einen Mann getroffen, der uns erzählte, dass der Besitzer es vor 35 Jahren gekauft hat und mit ihm das Gebäude seitdem wieder aufgebaut hat. Leider war heute niemand da, aber ein kleiner Rundgang zeigte, dass dieses Schmuckstück-Haus an einem kleinen Bach liegt, der aus dem See des "Gut Reichenstein" kommt. Am Eingang steht ein Holzstamm mit viel Unterholz und einem Farn darauf. Wunderschön in der Sonne anzusehen. Um kaum war ich zuhause habe ich das nachgebaut. Offensichtlich war es wohl einmal eine Mühle. Den Inhabern ist nichts über die Geschichte des Hauses bekannt.
"Gut Reichenstein" ist ein Kleinod. Das frühere Kloster hat am Anfang einen größeren See. In einem Viereck sind verschiedene Gebäude inklusive der Klosterkirche vereint. Es ist zu besichtigen zwischen "Sonnenaufgang und Sonnenuntergang". Über die Geschichte gibt es einige Daten am Gutseingang. In der Kirche liegt auch ein Internet-Auszug mit einem zeitlich genaueren Überblick. Nachzulesen unter www.praemonstratenser/reichenstein.htm Ein wenig von der Geschichte steht auch unter Reichenstein auf meiner website. Das Gut gehört den Eheleuten Helmar und Dr. Ernst Schumacher, die es 1971 erworben haben. Damals war die Kirche verfallen und ein Heustall, heute ist sie einigermassen schön renoviert. Zum Aufbau wohl im ganz alten Stil der "Klosterkirche des Pämonstratenklosters Reichstein 1135-1802" gibt es seit 1972 einen "Verein der Freunde und Förderer der ehemaligen Klosterkirche Reichstein / Eifel e.V." dem jeder beitreten kann. www.praemonstratenser.de_Reichenstein   Kloster Reichenstein: Verein St. Benedtikt e.V.
Historische Klosteranlage Reichenstein. 52156 Monschau. Tel.: +49 (0) 2295 2796.
 
29.11.2007
Laut website des Klosters:
Wir sind Mönche aus der Gemeinschaft Unserer Lieben Frau von Bellaigue in der Auvergne.
Mit Hilfe eines großherzigen Stifters konnten wir am 29. Nember 2007 die historische Klosteranlage Reichenstein ca. 20 Kilometer südlich von Aachen erwerben und am 16.Mai 2009 die Kirche, 200 Jahre nach ihrer Profanierung, wieder feierlich einsegnen.




01.01.2006 Zur Entstehung dieser Detailseite:
Bei der Beschäftigung mit der "Geschichte von Hammer" kam ich (Bernd Tesch) seit Ende 2005 nicht wesentlich weiter. Daraufhin kam ich auf die Idee, zum besseren Verständnis der Vorgänge hier, die Chroniken der Nachbarorte im Rurtal und der näheren Umgebung nachzulesen. Zu meinem ganz grossen Erstaunen fand ich, dass im Internet zwar "fast" jedes Dorf hier eine website-Adresse hat, diese aber vorwiegend NUR zu gewerblichen / touristischen Zwecken genutzt wird. Bei einigen wesbites gibt es einige wenige Sätze zu der Geschichte, aber auch nirgendwo eine tiefergehende / komplette Seite. Bei den meisten dieser websites aber gibt es nicht einmal diese wenigen Sätze.
Meine Versuche, die "Fachleute der Geschichte des Ortes" in den einzelnen Dörfern zu finden, wurden immer aufwendiger. Aber führten oft zu interessanten Gesprächen. Leider aber auch zu den Ergebnissen, dass in so gut wie keinem Ort die "Geschichte von Beginn bis Heute" aktuell aufgeschrieben ist. Weder in einem Aufsatz noch im Internet. In wenigen Büchern gibt es Teilbeiträge bis zum Erscheinungsjahr des Buches.

Es gibt also noch viel zu tun ! Ich freue mich über jeden Beitrag und Baustein. Wesentliche Beiträge werden selbstverständlich mit Namen versehen.

Bitte bei Bernd Tesch melden, wer hier etwas hinzufügen könnte.

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