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Letzte Bearbeitung: 28.03.2009
Huppenbroich (Huppenbraich, 1369. Huipenbroich, 1516. Houppenbruck, 1595. Hoppenbroch, 1647. Huppenbroch, 1730. Huppenbruch, 1804)
Private website über Huppenbroich von Hans Keutgen: www.Huppenbroich.de ab
Geschichte:
Chronik von Huppenbroich (ab 1334 erwähnt)
brach die
1435
Das gesamte Monschauer Land inklusive Simmerath fiel 1435 vom Herzogtum Limburg an das Herzogtum Jülich.
1522-1559
Aufgrund der größer werdenden Anzahl von Mitgliedern wird die Mutterpfarre Konzen in eine zweite Mutterpfarre Simmerath geteilt. Beide Pfarren waren damals noch sehr gross.
Zur Mutterpfarre Simmerath gehörten nun: Bickerath. Dedenborn. Huppenbroich. Kesternich. Kommerscheid. Lammersdorf. Mulartshütte. Paustenbach. Pleushütte. Rollesbroich. Rurberg. Steckenborn. Vossenack. Witzerath. Woffelsbach. Zweifall.
Da die Wege zur Mutterpfarre von diesen Ortschaften oft sehr weit waren, wollten diese nun alle kleine Kapellen oder Kirchen für die heilige Messe haben. Nachdem die Erzdioziöse Köln, der Aachener Marienstift, der Landesherr und der Pfarrer der Mutterkirche jeweils zugestimmt hatten, war das meistens möglich. Jedoch waren daran Auflagen des Bezahlens gebunden. Und Taufen, Trauungen und Beerdigungen durften nur in der Mutterkirche durchgeführt werden.
1543
Krieg des Herzogs von Jülich gegen den deutschen Kaiser.
1730/3
Huppenbroich muss schon aus 33 Häusern bzw. Haushalten bestanden haben
1799
Im Jahre 1799 hatte Huppenbroich 228 Einwohner, die Zahl der Häuser betrug 41.
1852
Huppenbroich hatte im Jahre 1852 273 Einwohner. In diesem Jahr wurde auch die öffentliche, gemeindeeigene Schule errichtet, nachdem vorher Privaträumlichkeiten als Unterrichtsräume gedient hatten.
1936.1010
Huppenbroich hatte zu diesem Zeitpunkt 258 Einwohner.
1949
Kapelle von Huppenbroich wird ohne Baugenehmigung gebaut. Artikel über die Geschichte und Veränderungen hat Hans Keutgen im Buch 650 Jahre Simmerath. 1996. geschrieben.
2006.10.29 - 2006.11.21.
Immer wißbegierig, neue Menschen zu treffen und mit ihnen zu sprechen, stoppte ich bei einem Ehepaar von Huppenbroich, nur um ihnen zu sagen, wie wunderschön ich ihr 8-eckiges Haus aus Stein mit aufgesetztem Holzoberbau finde. Freundlicherweise luden der Augenarzt, Herr Dr. Teping und seine Frau, zu einer Hausbesichtigung ein ! Ich erzählte ihnen dann von meinem Interesse auch an der Geschichte der Eifel und auch von Huppenbroich. Herr Teping erinnerte sich sogleich an den Artkel über die Geschichte von Huppenbroich von Erich Bongard in der Buch-Festschrift "60 Jahre Fussball-Club Victoria Huppenbroich" von 1982 (?). Der Artikel war der beste, den B:T. bisher gesehen hatte !! Er war auch Illustriert mit einigen sehr alten Fotos.
Ich versuchte bei dem website-Inhaber von Huppenbroich, Hans Keutgen, diese Festschrift als Duplikat zu bekommen. Auch wußte er nicht, werd denn die Originale der alten Fotos besitzt. Er hatte noch ein Buch über die "Pfarren von Simmerath" zu verkaufen, aber besass leider nicht die gewünschte Kopie. Freundlicherweise bemühte er sich darum. Andreas Hermanns schickte am 21.11.2006 drei Scans des Artikels von Erich Bongard an Hans Keutgen für dessen website. Und netterweise schickte er eine Kopie davon gleich an Bernd T. mit. gleich an Bernd T. mit.
Ich habe die Artikel von Erich Bongard im Original gerne auch mit den Fotos übernommen. Gleichzeitig angeregt habe ich, dass man über Erich Bongard etwas schreiben könnte, um auch seine Befähigung für seien drei guten historischen Artikel vielleicht zu erkennen. Und ihm zu danken. Da bei diesem Artikel keine andere Literatur "über die Historie von Huppenbroich" angegeben ist, ist zunächste anzunehmen, dass es vorher niemand gegeben hat, der die Historie aufgeschrieben hat. Das herauszufinden wäre eine Aufgabe der Huppenbroicher.
So habe ich denn wohl die Huppenbroicher angeregt, ihre Seite mit der Historie des Ortes zu bereichern. Immerhin gibt es jetzt die Historie eines EIFEL-Dorfes zu lesen:über Hammer in www.hammer-eifel.de (seit 10.04.2005): über Schmidt in www.heimatbund-schmidt.de (seit 04.10.2006); in Huppenbroich www.huppenbroich.de (seit 21.11.2006).
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Aus der Geschichte des Ortes Huppenbroich von Erich Bongard
(Wie der Artikel hierein kommt siehe dazu oben 2006.10.29. (C) Erich Bongard)
Die Geschichte des Ortes Huppenbroich beginnt in der "Krolei", am Zufluß des Gössessief - Göselsief - Woffertssief und dem Meißenbruch, damals Meyssenburg, Mergenbür oder Meisenbroich genannt. Dieses Gebiet gehört heute noch zur Huppenbroicher Flur 11, während vor 500 und mehr Jahren die Gemarkungen von Huppenbroich noch bedeutend weiter nach Westen bzw. Nordwesten vorgeschoben waren. Noch im Lagerbuch von 1583 wird eine Flur »Auff Meißenrodt« als Huppenbroicher Flur unter dem Oberbegriff »In der Dieffenbach« genannt. Erst später, als die Bevölkerungszahl nicht mehr der Grundfläche entsprach, wurde eine Gebietserweiterung in der Hauptsache zugunsten Simmeraths vorgenommen.
1214
Im Mai 1214 hielt Herzog Walram III. eine großartige Hochzeit im Schloß zu Luxemburg, als er als Witwer die Witwe Ermesinde II., die Erbin von Luxemburg ehelichte. Außer den Vasallen nahmen 134 Ritter und 8 Grafen an den Hochzeitsfeiern teil, u.a, auch der Ritter Evrard de Meyssemburg, wie in einer Urkunde namentlich aufgeführt ist. Es heißt später in den Archivunterlagen, dass die alten Höfe - auch des Montjoierlandes - zahlreich bei den o.a. Hochzeitsfeierlichkeiten vertreten waren, so auch Evrard vom Meisenbruch am Göselsief, abgebrannt und neu errichtet in Huppenbroich. Ob Meisenbruch schon im Jahre 1214 abgebrannt ist, steht nirgendwo geschrieben.
1334
1334 wurde in Cuntzen (Conzen, Kontzen) eine Urkunde geschrieben, in der von einem Berhardo Weyermann die Rede ist. In den Archivunterlagen heißt es, dass die Häuser des Weyermann, von der Call in Frohnrat (Am Gericht und Vorgänger von Eicherscheid) verschwunden sind, wie Mergenbür (Meisenbruch) unterhalb des Gerichts. Wegen Kriegszüge und Belästigungen haben sich die Einwohner von Frohnrat und Mergenbür (Meisenbruch) abseits in Eicherscheid und Huppenbroich angesiedelt. Also muss es im Jahre 1334 auch schon ein Dorf Meisenbruch gegeben haben, wenn auch mit wenigen Häusern. Man kann also davon ausgehen, dass das eigentliche Dorf Huppenbroich im Jahre 1334 in den ersten Anfängen schon bestanden hat.
1369
Im Jahr 1369 vermachte gemäß einer Urkunde der Ritter und Edelherr Reinhard von Schönforst seinem zweitältesten Sohne, dem langjährigen Propst Johan von Mastricht das Montjoierländchen, nämlich »borch, stat, lant ind gantze heilichkeit von Monjoye mit eren aIlineghen zobehoeren, mit den dorperen«. Bei den »dorperen« (Dörfern) sind u.a. erwähnt Vroenrath (jetzt Eicherscheid) und Meysenbroich, zerstört, jetzt Huppenbraich. Um diese Zeit muss auch schon der Lehnshof Huppenbroich bestanden haben, dessen Geschichte nachfolgend gesondert beschrieben wird.
1550
Nach einer Urkunde vom 26.06.1550 findet eine Zeugenvernehmung der ältesten Einwohner von Huppenbroich durch den dortigen Forstbeamten statt. Es handelt sich um den Umfang des zum Lehnshof gehörenden Zehnten. Die Namen der beiden zeugen sind: Heynen Meyss, 83 Jahre alt und Johan Scheyr, zwischen 60 und 70 Jahre alt.
1568
Bis 1568 muss die Einwohnerzahl derart zugenommen haben, dass die landwirtschaftliche Nutzfläche nicht mehr ausreichte, um alle satt zu machen. In den vorliegenden Unterlagen ist nämlich vermerkt, dass um 1568 der Wald größtenteils ohne Erlaubnis zu Ackerland und Wiesen gemacht worden ist, so dass die Jülicher Behörde die neu gewonnenen Ländereien zwangsweise vermessen und verpachten ließ.
1647
In einer Namensliste nach der Forstmeister-Rechnung des Jahres 1647/48 sind die Einwohner der einzelnen Orte aufgeführt, die ihre Abgaben in Wrogen (Geldeinheit) für Brand- und Zaunholz zu entrichten hatten. Unter der Rubrik »Hoppenbroch« erscheinen folgende Namen: Peter Halfman (Halfenn), Gilleß Peter furst (frey), Petergeß Joriß, Dahm Mühller, Hubert Valentin, Aretz Theißen, Schmidgen arm, Hillen Johann, Nelleß Weißhaubt, Palmen Kristgenß hauß, Krein Lauterbach, Merten Halfman, Joriß Lauterbach, Halfen Johann, Joriß Weißhaubt, Theisen Johann, Janß Jöriß Kind, Gerhard lauterbachs fraw, Thoniß Theweß, Hubertz Johann, Wilhelm Bertzborn, Peterß Gerhard, Koppen Henrichs Wit., Thoniß Claiß, Johann Gantzert.
Ob es sich bei dieser Namensliste um alle Haushalte oder Einwohner handelt, ist nicht sicher. Es heißt nämlich in der Urkunde, dass die Bürger ihren Bedarf an Brennholz von dem abständigen Halfen Arnold (Aret), Jann Mühller, und unschädlichen Holz umsonst nach Weisung des Försters entnehmen können.
1730
Huppenbroich muss in den Jahren 1730/31 schon aus 33 Häusern bzw. Haushalten bestanden haben. Beim Antritt eines neuen Herrschers war es nun damals üblich, daß die Haushaltsvorstände und selbständigen Steuerzahler dem neuen Herrscher den Treueid zu leisten hatten. Es ist vermerkt, das von »Huppenbroch« 33 Haushaltsvorstände den Eid geleistet haben.
1799
Im Jahre 1799 hatte Huppenbroich 228 Einwohner, die Zahl der Häuser betrug 41. Diese Aufzeichnung wurde gemacht, als das Dorf, wie das gesamte Rheinland, französisch war. Der Rhein bildete damals die Grenze.
1803-1820
In der Franzosenzeit wurde in den Jahren 1803-1820 das Rheinland kartenmäßig erfasst und zwar durch Tranchot und von Müffling. im Kartenblatt 106 ist auch Huppenbroich erfasst worden, wie aus nebenstehendem Kartenausschnitt zu ersehen ist. Das Ortsbild weist im Wesentlichen die Häuser der Vorkriegszeit auf. Bis 1944 sind nur wenige Häuser dazugekommen und einige - wahrscheinlich durch Brand - verschwunden. Auffallend ist, dass von den heutigen Straßen nur folgende als befestigt angesehen werden können: Im Schöllchen, Mühlenknippstraße bis zur Abzweigung zur Huppenbroicher Mühle, Weiherstraße bis zur Kapelle, Tiefenbachtalstraße, soweit bebaut, Triftstraße, Trift und Kuhl, soweit bebaut. Dagegen war die gesamte heutige Kapellenstraße nur über eine so genannte Grasstraße zu erreichen. Auch fehlte eine befestigte Straße zwischen Kuhl und Kapellenstraße. Die Verbindung zu den Nachbarorten war ebenfalls recht kümmerlich. Das Gelände und der Umfang des Lehnshofes Huppenbroich ist noch sehr gut zu erkennen.
1852
Huppenbroich hatte im Jahre 1852 273 Einwohner. In diesem Jahr wurde auch die öffentliche, gemeindeeigene Schule errichtet, nachdem vorher Privaträumlichkeiten als Unterrichtsräume gedient hatten.
1936
Die Flächengröße aller Huppenbroicher Gemarkungen, der Fluren 2, 11 und 12 betrug am 10.10.1936 insgesamt 486 ha. Huppenbroich hatte zu diesem Zeitpunkt 258 Einwohner.
1944/1945
1944/1945 wurde der Ort evakuiert. Durch Kriegseinwirkung - sei es durch Bomben, Granatbeschuss oder Brand wurden fast alle Häuser zerstört. Nur wenige waren 1945 notdürftig bewohnbar. Nach Kriegsende wurden alle bis auf zwei nach und nach unter unsäglichen Opfern und Mühen wieder aufgebaut.
1983
Während in den letzten 200 Jahren die Zahl der Häuser und Bewohner sich kaum nennenswert verändert hat, hat sich der Ort in den Jahren 1945-1983 enorm vergrößert. Die Zahl der »fuyrstede« - wie es um 1470 hieß (Feuerstätten, Häuser) hat sich mehr als verdoppelt, während die Einwohner um ca. 100 zunahmen.
Bestand Häuser |
Nicht wieder |
Wiederauf- |
Neubauten |
Bestand |
48 |
2 |
46 |
57 |
103 |
Häuser |
Einwohner |
1730 = 33 |
1799 = 228 |

